Das Zeichnen ist in der Kunsttherapie viel seltner, als z.B. der Umgang mit Farben. Das kann daran liegen, dass wir glauben, dass das Zeichnen ein gewisses Maß an Techniken voraussetzt, wie z.B. bei Naturstudien, dem Porträt- und Aktzeichnen.

Der Porträtzeichner in einer Einkaufspassage wird mit geübter Technik beeindrucken wollen.

Ein Künstler, der seinem individuellen Ausdruck einen größeren Spielraum einräumen möchte, wird vielleicht seine Techniken nicht so stark hervortreten lassen.

Ein Kind, das mit Freude kritzelnde Spuren auf einem Blatt Papier hinterlässt, kann mit seinem Gekritzel eine unglaubliche Kraft auf den Betrachter ausüben.

Probieren Sie es aus. Kritzeln Sie mit Ihrem Kind zusammen, jeder mit einem Stift "bewaffnet" z.B. eine 'Verfolgungsjagd'. Das macht ungeheuren Spaß.

Oder malen Sie blind ein Selbstporträt. In einer Gruppe von Gleichgesinnten kann auch das sehr viel Spaß machen.



Ein Jugendlicher (15) zeichnet eine große und eine kleine Figur. Er nennt sie 'Dracula und sein Freund' und freut sich diebisch dabei.